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Druckdaten und Datencheck
Welche Datei die Veredelung trägt, woran ein Logo aus dem Briefkopf scheitert und was wir prüfen, bevor eine Maschine läuft.
25.818 Artikel nehmen eine Werbeanbringung an
15 Verfahrensnamen führt der Bestand
0,3 mm dünnste Linie im Sieb- und Tampondruck
Warum das Logo von der Website nicht reicht
Zwei Gründe, und der zweite wiegt schwerer als die Schärfe.
Vor jeder Veredelung steht dieselbe Frage: Taugt die Datei? Artikel, Menge und Termin sind meist in einer Viertelstunde geklärt. Was danach liegen bleibt, ist das Motiv — ein Logo aus dem Briefkopf, ein Ausschnitt aus der Website, ein Bild aus einer Präsentation. Aus keiner dieser drei Quellen wird ohne Nacharbeit ein Druckbild, und solange es fehlt, steht der Auftrag.
Diese Seite sagt, woran das liegt, welche Datei trägt und was wir vorher prüfen.
Kurz gefasst
- DateiVektor vor Pixel. Nicht wegen der Schärfe, sondern weil die Druckgröße vorher niemand kennt.
- FarbeEin Bildschirmwert ist keine Druckfarbe. Hausfarben gehören als Pantone- oder HKS-Nummer in die Anfrage.
- SchriftSchriften in Pfade. Sonst wird auf fremden Rechnern stillschweigend ersetzt.
- FreistellungFreigestellt heißt: außerhalb der Form ist nichts. Nicht Weiß.
Ein Bild vom Bildschirm besteht aus einem festen Raster farbiger Punkte. Wie viele es sind, entscheidet sich beim Speichern und lässt sich danach nicht mehr vermehren. Ein Logo aus einer Website hat genau die Punktzahl, die es dort braucht — für wenige Zentimeter Fläche. Auf eine Tasche gelegt, muss jeder Punkt zu einem Fleck aufgeblasen werden: Kanten werden treppig, feine Linien verschwimmen. Eine Vektordatei beschreibt statt Punkten Formen, jede als Rechenvorschrift. Sie kennt keine Größe und wird erst beim Druck berechnet.
Der zweite Grund wiegt schwerer: Die Verfahren brauchen die Form selbst. Beim Siebdruck wird je Farbe eine Schablone belichtet, beim Laser fährt ein Strahl eine Kontur ab, beim Stick rechnet die Maschine daraus eine Stichfolge. Alle drei setzen eine eindeutige Kante voraus. Ein Pixelbild hat keine, sondern einen weichen Übergang zwischen Nachbarpunkten. Sie entsteht erst, wenn jemand die Formen nachzeichnet — das ist das Vektorisieren, und es ist Handarbeit.
- Die Probe in zehn SekundenDatei öffnen und stark vergrößern. Werden die Kanten treppig, liegt ein Pixelbild vor. Bleiben sie glatt, ist es eine Vektordatei.
- Zwei GründeDie Druckgröße steht vorher nicht fest — und die Verfahren brauchen die Form selbst, nicht ihr Abbild.
Formate und Auflösung
Nicht die Endung entscheidet, sondern der Inhalt.
Welche Datei wofür trägt
| Format | Art | Wofür es trägt | Was zu beachten ist |
|---|---|---|---|
| AI, EPS | Vektor | Jedes Verfahren, jede Größe | Schriften vorher in Pfade umwandeln. |
| Vektor oder Pixel | Hängt vom Inhalt ab | Ein PDF sagt nichts über sich selbst: Es kann Formen enthalten oder ein eingebettetes Bild. | |
| SVG | Vektor | Jedes Verfahren | Verweist oft auf eine Schrift statt auf Pfade. |
| PNG | Pixel | Digitaldruck auf ebener Fläche, sonst Vorlage zum Nachzeichnen | Kann transparent sein. Für den Druck 300 dpi in der Endgröße. |
| JPG | Pixel | Fotomotive, nicht für Logos | Kennt keine Transparenz — hinter dem Motiv liegt immer eine Fläche, meist Weiß. |
| TIFF | Pixel | Fotomotive im Digitaldruck | 300 dpi in der Endgröße, Farbwerte in CMYK angelegt. |
| DOCX, PPTX | Kein Druckformat | Als Vorlage brauchbar, als Druckdatei nicht | Das Logo darin ist ein Bild in Bildschirmgröße. |
Eine Rechnung zum Nachprüfen: Ein Motiv, das acht Zentimeter breit gedruckt wird, braucht bei 300 dpi rund 950 Bildpunkte. Wer ein Bild mit 400 Punkten schickt, hat weniger als die Hälfte — und keine Software ergänzt die fehlenden, sie schätzt.
Wofür dieselbe Datei taugen muss Stand 10.08.2026
- 12.081Artikel für Tampondruck, das Verfahren der kleinen Flächen
- 8.364Artikel für Lasergravur, bei der es keine Farbe gibt
- 300 dpiin der Endgröße, wenn ein Pixelbild gedruckt wird
- 6 ptkleinste lesbare Schrift im Sieb- und Tampondruck
Farbe: CMYK, Pantone und HKS
Licht mischt anders als Farbstoff — und der Untergrund mischt mit.
Licht, Farbstoff, Untergrund
Auf dem Bildschirm entsteht Farbe aus Licht, im Druck aus Farbstoff auf einem Untergrund. Ein Bildschirmwert lässt sich deshalb nicht übertragen — keine Frage der Sorgfalt, sondern der Physik: Kräftiges Orange, sattes Grün und leuchtendes Blau liegen außerhalb dessen, was sich aus Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz mischen lässt.
Dagegen stehen die Sonderfarben. Pantone und HKS sind Fächer fertig angemischter Töne: eine Nummer, ein Rezept, dasselbe Ergebnis auf jedem Artikel. Wer nur einen Hex-Wert nennt, bekommt eine Annäherung. Die beiden Systeme sind getrennt, derselbe Ton hat in jedem eine eigene Nummer — zur Angabe gehört deshalb, welches gemeint ist.
Der Untergrund färbt mit. Auf Naturholz, braunem Karton oder farbigem Kunststoff liegt jede Druckfarbe über einem Ton, der durchscheint — dasselbe Rot wirkt auf Buche wärmer als auf weißem Papier. Bei der Gravur entfällt Farbe ganz: Der Laser verändert das Material, das Zeichen bleibt im Ton des Werkstoffs. Ein Auftritt, dessen Wiedererkennung an einem Farbton hängt, sollte darauf nicht aufbauen.
- DurchgängeJede Farbe kostet einen Durchgang: Im Sieb- und Tampondruck wird je Farbe getrennt eingerichtet. Eine einfarbige Fassung ist deshalb kein Verzicht, sondern die Fassung, die auf die meisten Artikel passt.
- VerbindlichSonderfarben werden nach Pantone angenähert; drucktechnisch bedingte Abweichungen sind möglich. Verbindlich ist der freigegebene Korrekturabzug, nicht die Bildschirmdarstellung.
Schrift, Strichstärke und Freistellung
Drei Stellen, an denen eine Datei still danebengeht.
Eine Datei mit lebendem Text verweist nur auf eine Schrift, die auf Ihrem Rechner installiert ist. Auf einem fremden fehlt sie, und das Programm ersetzt sie ohne Nachfrage: Die Zeile wird länger oder kürzer, der Umbruch springt, im schlechteren Fall fällt es erst nach dem Druck auf. „In Pfade umwandeln“ macht aus jedem Buchstaben eine Form; der Befehl heißt je nach Programm auch „in Kurven umwandeln“. Danach ist der Text nicht mehr änderbar — die Fassung mit lebendem Text gehört ins eigene Archiv.
Wie fein eine Linie sein darf, entscheidet das Verfahren, nicht die Datei. Im Tampondruck laufen dünne Striche zu, in der Gravur verschwinden sie im Material, im Stick gibt es sie gar nicht — dort ist die kleinste Einheit ein Stich. Die belastbaren Werte hängen an Verfahren und Fläche: Eine Linie trägt im Sieb- und Tampondruck ab 0,3 mm, in der Gravur ab 0,2 mm — feinere Striche laufen zu. Schrift bleibt im Sieb- und Tampondruck ab 6 pt lesbar, im Stick ab 8 pt.
Bleibt die Freistellung: Außerhalb der Form ist nichts — nicht Weiß, sondern nichts. Ein Logo auf weißem Grund fällt auf Papier nicht auf, auf einem blauen Kugelschreiber steht es als weißes Rechteck. In einer Vektordatei ist der freie Raum der Normalfall, in einem JPG unmöglich, in einem PNG möglich, sofern die Transparenz beim Speichern erhalten blieb.
- Weißist eine Druckfarbe: Auf dunklen Artikeln wird Weiß aufgetragen und muss dafür im Motiv angelegt sein. Ein Logo, dessen helle Teile bisher vom Papier kamen, verliert sie auf dunklem Grund.
- MindestmaßeLinie ab 0,3 mm im Sieb- und Tampondruck, ab 0,2 mm in der Gravur. Schrift ab 6 pt, im Stick ab 8 pt.
Was wir prüfen, bevor eine Maschine läuft
Der Datencheck läuft vor dem Angebot und ohne Berechnung. Er beantwortet vier Fragen.
- Aufbau und Auflösung Enthält die Datei Formen oder Punkte, und trägt sie in Druckgröße.
- Farben und Durchgänge Wie viele Durchgänge das Motiv verlangt und ob eine Sonderfarbe hinterlegt ist.
- Fläche und Lage Ob das Motiv auf die Druckfläche passt. Größe und Stelle gibt der Hersteller vor.
- Schrift, Linien und Freistellung Ob etwas zuläuft, im Material verschwindet oder als weißer Kasten stehen bleibt.
Sie bekommen eine Rückmeldung und, wo nötig, eine Ansicht zur Freigabe — innerhalb eines Werktags nach Eingang der Datei. Erst mit Ihrer Freigabe beginnen die Werktage zu zählen, die am Artikel und bei den Veredelungsverfahren stehen.
Liegt nur ein Pixelbild vor, zeichnen wir das Motiv nach: Jede Kurve wird gesetzt, jeder Radius entschieden. Bei einer Wortmarke ist das überschaubar, bei einem Wappen mit Schattierungen deutlich mehr. Folgt daraus ein Auftrag, ist das Nachzeichnen kostenlos; bleibt es bei der Datei allein, berechnen wir es nach Aufwand. Die freigegebene Fassung bewahren wir für Nachbestellungen auf und geben sie nicht weiter — bei der nächsten Auflage liegt sie bereits vor.
Prüfliste vor dem Absenden
Sechs Punkte. Wer sie abhakt, spart eine Rückfrage und meist einen Tag.
- VektordateiEine Vektordatei liegt bei: AI, EPS, PDF oder SVG. Sonst das größte verfügbare Pixelbild mitschicken.
- SchriftenSchriften sind in Pfade umgewandelt. Die Fassung mit lebendem Text bleibt bei Ihnen.
- HausfarbenDie Hausfarben sind benannt: je Farbe eine Pantone- oder HKS-Nummer, mit Angabe des Systems.
- FreistellungDas Motiv ist freigestellt: kein weißes Rechteck, kein heller Rahmen, keine Hilfslinien.
- Einfarbige FassungEine einfarbige Fassung ist dabei. Sie wird für Gravur, dunkle Artikel und kleine Flächen gebraucht.
- Artikel und MengeArtikel und Menge stehen dabei. Erst der Artikel legt die Druckfläche fest, und erst sie entscheidet über Größe, Lage und Zahl der Farben.
Häufige Fragen zu Druckdaten
Wir haben nur das Logo aus dem Briefkopf. Reicht das?
Wir haben ein PDF. Ist das eine Vektordatei?
Unser Logo hat einen Farbverlauf. Ist das ein Problem?
Wie viele Farben darf ein Motiv haben?
Müssen wir die Druckgröße selbst festlegen?
Wie kommt die Datei zu Ihnen?
Wie es nach der Freigabe weitergeht, steht beim Ablauf einer Bestellung. Welches Verfahren zu welchem Werkstoff passt und wie viele Werktage es kostet, steht bei den Veredelungsverfahren. Beispiele nach Branche und Anlass sammeln die Themenseiten.
Datei unsicher? Wir sehen sie uns vorher an.
Motiv, Artikel und Menge genügen — Sie bekommen die Rückmeldung zur Datei und einen Preis je Stück einschließlich Veredelung. Telefonisch unter +49 5121 95 707 20, schriftlich an info@promobilliger.de.