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Packtisch im Lager mit einem offenen Karton, daneben eine Glasflasche, ein Notizblock mit Stift und eine Rolle Klebeband; dahinter ein Rollenförderer und Regale.

Werbeartikel mit kurzer Lieferzeit

Der Termin steht fest, die Ware fehlt noch. Diese Seite rechnet das verbleibende Fenster durch und benennt die Entscheidungen, die es retten. 5.733 Artikel sind binnen zwei bis drei Werktagen nach der Druckfreigabe versandfertig.

1
Werktage bis versandfertig
26.032
veredelbare Artikel
24
Veredelungsverfahren

Was von Ihrer Zeit tatsächlich übrig ist

Wer ein festes Datum im Kalender hat, hat kein Lieferzeitproblem, sondern ein Fensterproblem. Das Datum liegt fest, der Weg dorthin besteht aus mehreren Etappen, und nur eine einzige davon steht als Zahl beim Artikel. Wer diese eine Zahl für den ganzen Weg hält, verrechnet sich um Tage und bemerkt es an dem Tag, an dem sich nichts mehr ändern lässt.

Die Angabe beim Artikel misst Werktage bis versandfertig, gerechnet ab der Druckfreigabe. Sie beginnt nicht mit Ihrer Bestellung und sie endet nicht an der Rampe des Empfängers. Davor liegt alles, was mit Datei, Andruck und Entscheidung zu tun hat, dahinter der Transport. Beides gehört in dieselbe Rechnung, sonst rechnet sie das Falsche aus.

Aus dieser Rechnung ergibt sich der einzige Termin, der für Sie zählt: der späteste Tag, an dem Ihre Freigabe erteilt sein muss. Was davor liegt, ist Vorbereitung und lässt sich beschleunigen. Was danach kommt, läuft ohne Ihr Zutun ab und wird durch Nachfragen kein Stück kürzer.

Deshalb ist diese Seite nicht als Artikelliste aufgebaut, sondern als Rückwärtsrechnung. Sie beginnt beim Wunschtag, arbeitet sich zurück bis zu diesem Stichtag und zeigt an jeder Etappe, welche Entscheidung dort Tage spart. Wer die Rechnung einmal aufgestellt hat, weiß auch, ob der Termin überhaupt noch zu halten ist. Genau diese Auskunft fehlt in der Regel vor der Bestellung und kommt danach zu spät.

Der schnelle Bereich in Zahlen

  • 2.405 Artikel gehen zwei Werktage nach der Freigabe hinaus
  • 3.328 Artikel brauchen einen Werktag mehr
  • 33 % der aktiven Artikel sind in höchstens vier Werktagen veredelt und versandfertig
  • 10 Werktage dauert die Stufe, in der die größte Gruppe des übrigen Bestands liegt

Fünf Etappen, zwei davon in Ihrer Hand

Zwischen der Bestellung und dem Karton beim Empfänger liegen fünf Abschnitte. Sie sind unterschiedlich lang, unterschiedlich verlässlich und vor allem unterschiedlich beeinflussbar. Die Übersicht nennt sie in der Reihenfolge, in der sie ablaufen, und dazu die Frage, die sonst niemand stellt: Wer bestimmt hier eigentlich das Tempo?

Die Etappen und ihre Eigentümer

Angaben in Werktagen. Die Produktionsdauer ist die Zahl, die beim jeweiligen Artikel steht; die übrigen Werte gelten für einen Auftrag ohne Rückfragen.
Etappe Wer sie bestimmt Übliche Dauer Was sie verlängert
Bestellung und Auftragsanlage Wir noch am selben Tag Offene Mengenfrage, fehlende Lieferanschrift
Prüfung der Druckdaten Wir, mit Ihrer Datei bis zu einem Werktag Pixelbild statt Vektor, Schriften nicht in Pfade gelegt
Andruck und Freigabe Sie Stunden bis mehrere Tage Abstimmungsrunden, Urlaub, kein benannter Entscheider
Produktion bis versandfertig Artikel und Verfahren die Zahl beim Artikel Trocknungszeit, Veredelung im Ausland
Transport zum Empfänger Spediteur ein bis zwei Werktage Zustellversuch ohne Annahme, abweichende Baustellenanschrift

Zwei Zeilen tragen Ihren Namen: die Datei und die Freigabe. Zusammen entscheiden sie über mehr Tage als die Wahl zwischen einem schnellen und einem mittleren Artikel, und sie sind die einzigen beiden, an denen sich am Tag der Bestellung noch etwas drehen lässt. Wer die Vektordatei erst nach dem Angebot sucht, verliert die Zeit gleich zweimal: einmal beim Suchen und ein zweites Mal beim Warten auf den nächsten freien Platz in der Produktion. Ein Druckwerk, das heute frei gewesen wäre, ist übermorgen belegt.

Was bei welchem Restfenster noch geht

Die folgende Einteilung stammt aus Anfragen, die mit einem festen Datum hereinkommen. Sie ersetzt keine Rückrechnung, sie sortiert nur vor: Je kleiner das Fenster, desto mehr Möglichkeiten fallen weg, und desto wichtiger wird, dass die verbliebenen sofort ergriffen werden. Der Übergang zwischen den Stufen ist fließend, der Unterschied in der Handhabung ist es nicht.

Vier Ausgangslagen

  • Mehr als drei Wochen

    Keine Einschränkung. Verfahren, Farbigkeit und Menge lassen sich frei wählen, auch Textilveredelung und Sonderfarben. Nutzen Sie den Vorlauf lieber für eine größere Staffel als für eine kürzere Lieferzeit.

  • Rund zwei Wochen

    Der Bereich unterhalb von fünf Werktagen deckt praktisch jeden Bedarf ab. Halten Sie die Farbigkeit gering und legen Sie die Freigabe auf einen Tag, an dem der Entscheider im Haus ist.

  • Etwa eine Woche

    Jetzt entscheidet das Verfahren, nicht der Artikel. Tampondruck und Gravur bleiben, alles mit Aushärtung oder Auslandsveredelung fällt heraus. Die Druckdatei gehört in die Anfrage, nicht in die Bestellung.

  • Weniger als eine Woche

    Machbar, aber nur vollständig vorbereitet: schnellster Bereich, einfarbiges Motiv, Freigabe am Eingangstag, eine Anschrift mit jemandem, der annimmt. Fehlt eines davon, ist der Termin verloren.

Reicht das Fenster rechnerisch nicht mehr, gibt es zwei Auswege, die besser sind als eine Zusage auf Verdacht. Der erste ist die Teilmenge: Ein kleiner Anteil geht aus dem schnellsten Bereich zum Termin heraus, der Rest folgt aus derselben Produktion nach. Der zweite ist der Tausch des Artikels bei gleichem Zweck. Ein Schreibgerät aus Kunststoff statt aus Metall, ein Notizbuch mit Softcover statt mit Hardcover, ein Beutel statt einer genähten Tasche: Der Empfänger bemerkt den Unterschied kaum, der Kalender sehr wohl.

Fertig veredelte Trinkflaschen auf einer Werkbank neben dem noch offenen Versandkarton, in dem bereits eine Lage derselben Flaschen steht; daneben liegen Klebeband und Schere bereit.
Das ist der Zustand, den jede Terminzusage auf dieser Seite meint: veredelte Ware, geprüft und gezählt, neben dem Karton, der noch offen steht und schon zur Hälfte gefüllt ist. Versandfertig ist keine Absichtserklärung, sondern dieser Augenblick — die letzte Sekunde, bevor die Klappe zugeht. Alles davor ist Vorlauf im Betrieb, alles danach Laufzeit des Versandunternehmens.

Die Veredelung entscheidet über das Tempo

Derselbe Artikel kann in wenigen Tagen oder erst in mehreren Wochen versandfertig sein. Den Ausschlag gibt nicht das Produkt, sondern das Verfahren, mit dem Ihr Logo daraufkommt. Der Grund dafür ist nüchtern und liegt in der Physik: Farbe muss trocknen, Harz muss aushärten, ein Sieb muss gespannt und wieder gereinigt werden. Wo keiner dieser Schritte anfällt, geht es schnell.

Die folgende Übersicht zieht Artikelzahl und Lieferzeit unmittelbar aus dem Bestand. Der Regelwert ist die Dauer, bei der die meisten Artikel eines Verfahrens liegen; die Spanne dahinter reicht über alle Lieferanten und ist als Einzelaussage wertlos. Sie steht trotzdem dabei, weil sie zeigt, wo ein Blick auf den konkreten Artikel Pflicht ist und wo er entbehrlich bleibt.

Was im engen Fenster besser wegfällt

  • Mehr als eine Druckfarbe Jeder weitere Durchgang bedeutet Rüsten, Trocknen und eine zusätzliche Stelle, an der etwas verrutschen kann.
  • Sonderfarben nach Vorlage Eine Farbabstimmung über zwei Runden kostet mehr Zeit als der Druck selbst. Nehmen Sie den nächstliegenden Standardton.
  • Zwei Artikel mit ungleicher Lieferzeit in einer Sendung Sie ist so langsam wie ihr langsamster Bestandteil. Trennen Sie die Aufträge oder gleichen Sie die Auswahl an.
  • Veredelung auf mehreren Flächen Zwei Druckpositionen sind zwei Aufspannungen. Bei knappem Termin ist die zweite Position der erste Posten, der gestrichen gehört.

Verfahren nach Tempo

Werktage bis versandfertig nach Druckfreigabe. Regelwert und Spanne stammen aus den hinterlegten Veredelungen des Bestands; die Artikelzahl nennt, für wie viele Artikel das Verfahren angeboten wird, und ein Artikel kann mehrere tragen.
Verfahren Artikel Werktage Unter Zeitdruck
Tampondruck 12.078 meist 10 (1 bis 35) Erste Wahl auf Kunststoff, eine Farbe je Durchgang
Lasergravur 8.609 meist 10 (1 bis 30) Ohne Trocknung, dafür ohne Farbe: Metall, Holz, Kork
DTF-Transfer 1.274 meist 10 (2 bis 10) Der kürzeste Weg zu einem mehrfarbigen Motiv auf Textil
Digitaltransfer 4.230 meist 10 (1 bis 18) Volle Farbigkeit bei enger, verlässlicher Spanne
Siebdruck 8.061 meist 10 (1 bis 40) Deckend und haltbar, Spanne sehr weit: Artikel einzeln prüfen
Doming 1.370 meist 10 (3 bis 14) Das Harz muss aushärten, für ein enges Fenster ungeeignet
Sublimationsdruck 910 meist 10 (2 bis 40) Fester Wert ohne Spielraum, früh einplanen oder streichen

Am weitesten auseinander liegen die Werte beim Siebdruck. Sein Regelwert bleibt handhabbar, die Spanne über alle Lieferanten umfasst dagegen 1 bis 40 Werktage. Dahinter stecken zwei Welten: der Druck in einer heimischen Werkstatt und die Auflage, die im Sammeltransport ins Ausland und zurück geht. Welche der beiden gilt, steht beim einzelnen Artikel und nirgendwo sonst. Genau hier lohnt der Klick auf das Produkt, bevor die Menge feststeht.

Umgekehrt beim Digitaltransfer. Seine Spanne ist eng, der Regelwert liegt in der Mitte, und Farbigkeit kostet nichts extra, weil ohnehin das ganze Motiv auf einmal übertragen wird. Für ein Logo mit Verlauf oder mehr als zwei Farben ist er unter Zeitdruck oft die verlässlichere Wahl als der scheinbar flinkere Tampondruck mit drei Durchgängen.

Benannt und mit belegbarer Lieferzeit hinterlegt sind 24 Veredelungsverfahren. Sie alle gegeneinander abzuwägen, ist müßig: Für den engen Termin zählen nur die oberen Zeilen der Übersicht, und auf einem gegebenen Artikel stehen selten mehr als zwei davon überhaupt zur Wahl.

Wo die Auswahl im schnellen Bereich breit ist

Der Bestand umfasst 28.035 aktive Artikel, davon tragen 26.032 Artikel eine hinterlegte Veredelung. Die Lieferzeiten verteilen sich darauf nicht gleichmäßig, sondern in zwei Klumpen mit einer Senke dazwischen: Stufen mit mehr als tausend Artikeln gibt es nur bei 2, 3, 4, 5, 10 und 15 Werktagen.

Für die Planung ist das eine gute Nachricht und eine schlechte zugleich. Der Sprung von einem Artikel mit 1 Werktagen auf einen mit einem Tag mehr ist harmlos. Der Sprung aus der schnellen Gruppe heraus ist keiner mehr, sondern ein Wechsel in eine andere Größenordnung. Deshalb lohnt es sich, die Auswahl von vornherein auf diese Gruppe zu begrenzen, statt später zwischen Artikeln zu vergleichen, von denen die Hälfte ohnehin ausscheidet.

Woran eine schnelle Auswahl scheitert

  • Die Suche beginnt beim Motiv Wer das Motiv zuerst festlegt und dann den Artikel sucht, landet regelmäßig außerhalb des schnellen Teils. Umgekehrt bleibt fast immer genug übrig.
  • Ein Farbton nach Vorlage Anmischen und Trocknen kosten Zeit, die kein Verfahren aufholt. Für einen festen Termin ist der Hausfarbton des Verfahrens die sichere Wahl.
  • Mehrere Artikel in einem Auftrag Der langsamste Artikel bestimmt den Versandtermin des ganzen Auftrags. Zwei getrennte Aufträge sind dann der schnellere Weg.
  • Die Lieferanschrift fehlt noch Eine Baustellenanschrift, die erst nach der Freigabe nachgereicht wird, hält den Auftrag genau dort an, wo er sonst weiterliefe.

Bereiche, aus denen der schnelle Teil kommt

Die Zahlen auf den Karten gelten für den jeweiligen Bereich insgesamt, nicht für seinen schnellen Teil. Wie viel davon in Ihr Fenster fällt, zeigt der Filter auf der Kategorieseite; er blendet aus, was länger braucht. Auf der Produktseite läuft zusätzlich ein Zähler bis zum Bestellschluss des Tages, denn eine Bestellung nach Feierabend setzt die Uhr erst am nächsten Morgen in Gang.

Schnellster Bereich
Versandfertig zwei Werktage nach der Freigabe
Eine Auswahl quer durch die Warengruppen, jeweils mit hinterlegter Veredelung.
Express in 2 Werktagen
Express in 2 Werktagen
Express in 2 Werktagen
Express in 2 Werktagen
Express in 3 Werktagen
Express in 2 Werktagen
Express in 2 Werktagen
Express in 2 Werktagen
Express in 2 Werktagen
Express in 3 Werktagen
Express in 2 Werktagen
Express in 3 Werktagen

Ein Artikel, an dem sich der Rest dieser Seite durchrechnen lässt: der Tokai Bamboo Pen. Er kostet 0,49 € pro Stück und ist 3 Werktage nach der Freigabe versandfertig. Hinterlegt sind für ihn Tampondruck und Lasergravur, beide einfarbig und beide ohne Trocknungszeit, die den Termin verschieben könnte.

Warum gerade Schreibgeräte den schnellen Bereich prägen, hat einen unspektakulären Grund: Sie werden in Europa veredelt, liegen in großen Stückzahlen am Lager und brauchen für den Druck nur eine kleine ebene Fläche. Jede dieser drei Eigenschaften verkürzt den Weg. Bei einem genähten Textil trifft keine davon zu, und deshalb steht es in der langsamen Gruppe.

Die Schleife, in der die meisten Tage verschwinden

Wenn ein enger Termin kippt, liegt es fast nie an der Maschine. Es liegt daran, dass der Andruck in einem Sammelpostfach liegt und sich niemand zuständig fühlt. Die Rückmeldung wandert durch zwei Abteilungen, aus einer Entscheidung von zwei Minuten werden vier Tage, und diese vier Tage stehen am Ende genau dort, wo vorher die Reserve war.

Der Andruck ist keine Formalie und keine Höflichkeit. Er ist der Moment, in dem sichtbar wird, wie das Motiv auf diesem Artikel in dieser Größe tatsächlich steht: ob die Feinheiten des Logos noch zu erkennen sind, ob die Farbe auf dem Untergrund wirkt und ob der Schriftzug an einer Rundung nicht auseinanderläuft. Mit Ihrer Freigabe geht dieses Ergebnis in die Auflage, und ab derselben Sekunde läuft die Lieferzeit.

Daraus folgt eine unbequeme Regel: Jede Stunde vor der Freigabe zählt nicht mit. Ein Auftrag, der am Montag hereinkommt und am Donnerstag freigegeben wird, ist ein Auftrag vom Donnerstag. Wer den Andruck am Eingangstag ansieht und beantwortet, kauft sich denselben Vorsprung, den ein Wechsel zu einem schnelleren Verfahren brächte, und muss dafür am Artikel nichts aufgeben.

Ebenso unbequem und ebenso wirksam ist die Vertretungsfrage. Ist der Freigebende zwei Tage im Außendienst, muss vorher feststehen, wer stattdessen entscheidet, und diese Person muss den Andruck ebenfalls bekommen. Das kostet einen Satz in der Anfrage und rettet regelmäßig einen Termin.

Vor der Anfrage klären

  • Wer gibt frei Eine Person mit Namen und Postfach, keine Abteilung.
  • Wer vertritt sie Benannt für den Fall, dass die erste Person nicht erreichbar ist.
  • Womit wird freigegeben Eine kurze schriftliche Antwort genügt und bleibt später nachvollziehbar.
  • Welche Datei gilt Die aktuelle Fassung des Logos als Vektor, mit Schriften in Pfaden.
  • Welche Farbwerte gelten Als Nummer aus dem Farbfächer, nicht als Bildschirmfarbe.

Ein zweiter Grund, aus dem eine Bestellung liegen bleibt, hat mit Druck nichts zu tun. Seit die europäische Produktsicherheitsverordnung gilt, müssen Herstellerangaben, Kennzeichnung und Sicherheitshinweise vollständig vorliegen, bevor Ware in den Verkehr kommt. Bei Lagerartikeln ist das geklärt; bei einer kurzfristig zugekauften Sonderposition kann genau daran ein Tag hängen. Was die Verordnung im Einzelnen verlangt, steht im Ratgeber.

Ein einzelnes veredeltes Musterstück steht scharf im Vordergrund auf der Werkbank, dahinter unscharf die laufende Auflage derselben Flaschen.
Ein Andruck ist ein Gegenstand und kein Formular: ein einzelnes veredeltes Stück aus der laufenden Fertigung, das vor der Auflage zur Freigabe auf dem Tisch steht. Wer es in der Hand hatte, entscheidet in Minuten. Wer es nur als Datei kennt, fragt zurück — und genau dort verschwinden die Tage.
Recht & Steuern GPSR: Was die EU-Produktsicherheitsverordnung für Werbeartikel bedeutet

Die EU-Produktsicherheitsverordnung (GPSR) betrifft auch Werbeartikel. Was bei Kennzeichnung, Rückverfolgbarkeit und Dokumentation gilt, wer in der Lieferkette verantwortlich ist …

Was Eile kostet und was nicht

Ein Zuschlag für Tempo existiert nicht. Ein Artikel aus dem schnellen Bereich kostet nicht mehr als ein vergleichbarer aus dem langsamen; er nimmt lediglich einen kürzeren Weg durch die Veredelung. Teuer wird Zeitdruck an einer Stelle, die in keiner Angebotssumme als eigener Posten auftaucht: bei der Menge.

Die Einrichtung eines Druckwerkzeugs fällt je Auftrag und je Farbe an, unabhängig davon, ob fünfzig oder fünftausend Stück bestellt werden. Sie verteilt sich also, und deshalb sinkt der Veredelungspreis je Stück mit jeder Stufe. Hinterlegt sind die Staffeln 1, 50, 100, 250, 500, 1.000, 2.500, 5.000, 10.000 und 20.000 Stück, und ihre Wirkung ist am unteren Ende am größten.

Am Tokai Bamboo Pen lässt sich das nachlesen: Der einfarbige Tampondruck kostet 1,37 € bei 1 Stück, 0,37 € bei 100 Stück und 0,18 € bei 1.000 Stück. Vom ersten Stück bis in die mittlere Staffel fällt der Veredelungsanteil damit auf ein Fünftel, ohne dass sich am Artikel selbst irgendetwas ändert.

Wer unter Termindruck bestellt, hat diesen Hebel nicht. Es fehlt die Zeit, mehrere Bedarfe zu bündeln oder den nächsten Sammelauftrag abzuwarten. Zwei getrennte Bestellungen im Abstand weniger Monate zahlen die Einrichtung zweimal, und das schlägt stärker durch als jeder Unterschied im Stückpreis der Ware.

Ist absehbar, dass in einem halben Jahr erneut Bedarf entsteht, ist die größere Menge jetzt die günstigere Entscheidung, selbst wenn nur ein Teil davon zum Termin gebraucht wird. Mindestmengen stehen dem selten im Weg: 86 % der aktiven Artikel haben keine, bei den übrigen liegt sie meist bei 50 oder 100 Stück.

Der Ablauf, wenn es schnell gehen muss

Die folgende Reihenfolge gilt für den engen Termin, nicht für den Normalfall. Sie weicht in einem Punkt vom üblichen Weg ab: Die Druckdatei wandert nach vorn, noch vor die Artikelentscheidung. Damit ist geklärt, was überhaupt druckbar ist, bevor die Auswahl daran hängt.

Sechs Schritte bis zur Auslieferung

  1. 1 Wunschtag und Empfängeranschrift festhalten Beides zusammen, denn die Anschrift bestimmt die Transportdauer mit.
  2. 2 Druckdatei heraussuchen und mitschicken Vor der Artikelauswahl. Ist keine Vektordatei greifbar, sagen Sie es gleich dazu, damit das Nachzeichnen eingeplant werden kann.
  3. 3 Anfrage mit Termin stellen Wir rechnen zurück und nennen den spätesten Freigabetag sowie die Artikel, mit denen er zu halten ist.
  4. 4 Artikel und Verfahren gemeinsam festlegen Nicht nacheinander. Ein Artikel ohne passendes schnelles Verfahren nützt nichts.
  5. 5 Andruck am Eingangstag beantworten Eine kurze schriftliche Freigabe genügt. Ab hier läuft die Zahl, die beim Artikel steht.
  6. 6 Wareneingang beim Empfänger absichern Jemand muss annehmen können. Ein gescheiterter Zustellversuch kostet einen vollen Werktag.

Was wir bei einem engen Termin zusagen

Wir nennen keinen Tag, den wir nicht halten können. Ist Ihr Wunschtermin mit dem gewählten Artikel nicht erreichbar, erfahren Sie das vor der Bestellung, zusammen mit den Alternativen, die ihn erreichen. Ein belastbares Nein am ersten Tag ist unter Zeitdruck mehr wert als eine Zusage, die in der zweiten Woche zerbricht.

  • Rückrechnung vor der Bestellung Sie bekommen den spätesten Freigabetag genannt, nicht bloß eine Lieferzeitspanne.
  • Datenprüfung mit Rückmeldung am Eingangstag Taugt eine Datei nicht, erfahren Sie es sofort und nicht erst beim Andruck.
  • Eine Person von der Anfrage bis zur Lieferung Kein Wechsel des Ansprechpartners mitten im Vorgang.

Wenn schriftlich zu langsam ist

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Ist das Fenster zu klein für den Weg über das Formular, greifen Sie zum Telefon. Wunschtag und Menge bereithalten, dann steht die Rückrechnung im Gespräch.

Fragen, die unter Zeitdruck aufkommen

Ab wann läuft die angegebene Lieferzeit?
Ab Ihrer Druckfreigabe. Bestellung, Datenprüfung und Andruck liegen davor, der Transport dahinter. Bei brauchbarer Datei kommt etwa ein Werktag davor und ein bis zwei Werktage danach hinzu.
Gibt es einen Zuschlag für die schnelle Fertigung?
Nein. Die kurzen Zeiten entstehen aus dem Weg, den ein Artikel durch die Veredelung nimmt, nicht aus einer Bevorzugung. Ein Aufpreis entsteht nur, wenn eine Sendung geteilt wird oder ein beschleunigter Versand beauftragt ist.
Kann ich die schnellen Artikel gezielt heraussuchen?
Ja. Im Listing gibt es einen Filter, der nur Artikel mit kurzer Lieferzeit stehen lässt, sowie eine Sortierung nach Dauer. Auf der Produktseite steht die Zahl bei jedem Artikel einzeln.
Was passiert, wenn meine Druckdatei nicht taugt?
Sie bekommen am Eingangstag eine Rückmeldung mit der Angabe, was fehlt. Ein Logo lässt sich nachzeichnen; das dauert je nach Motiv Stunden bis einen Werktag und gehört in die Rückrechnung.
Warum sind manche Artikel grundsätzlich langsam?
Weil ihre Veredelung eine Aushärtung oder einen Transportweg ins Ausland einschließt. Daran ändert ein dringender Termin nichts, weshalb solche Artikel bei engem Fenster gar nicht erst in die Auswahl gehören.
Ist eine Teilmenge zum Termin möglich?
In der Regel ja. Der Auftrag wird geteilt, die Einrichtung fällt trotzdem nur einmal an, und lediglich die zweite Sendung kostet extra. Sagen Sie in der Anfrage, welche Menge zum Termin gebraucht wird.
Was ist mit einer Bestellung ohne Veredelung?
Bei neutraler Ware entfällt der gesamte Vorlauf für Daten, Andruck und Freigabe. Ist das Fenster sehr klein und lässt der Anlass es zu, ist das der kürzeste Weg überhaupt.

Wann muss die Ware beim Empfänger sein?

Nennen Sie den Tag, die Menge und das Logo. Sie bekommen die Rückrechnung und den spätesten Freigabetag.

Anfrage mit Termin stellen

Weiterlesen und vergleichen

Steht hinter dem Termin ein bestimmter Anlass oder eine bestimmte Branche, führen die folgenden Seiten weiter. Sie behandeln dieselbe Ware unter anderen Vorzeichen: einmal mit einem unverrückbaren Aufbautag, einmal mit der Frage, was Beanspruchung im Arbeitsalltag aushält.

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